Kindergarten und Schule

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Im Jahr 2006 lebten zehn jüdische Kinder in unserer Umgebung. Wir gingen sofort ans Werk: Wir eröffneten einen Kindergarten, damals noch in einem kleinen Klassenzimmer. Bei der Planung und Errichtung eines neuen Gebäudes, das 2008 eröffnen sollte, gingen wir ursprünglich von 22 Kindern aus. Als das Haus jedoch schließlich seine Türen öffnete, waren es dreißig Kinder und weitere auf dem Wege. Glücklicherweise konnten wir Platz finden, um sie alle unterzubringen.
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Für die älteren Kinder wurde eine Sonntagsschule eingerichtet, dann ein Tagescamp für Sommer und Winter und parallel dazu dann der größte Schritt: die Einrichtung einer jüdischen Grundschule, denn nichts vermittelt so sehr Optimismus, Hingabe und Hoffnung, wie eine Schule.

Unser Kindergarten und unsere Schule haben beide einen zentralen Fokus – die genuin jüdische Verpflichtung zum Lernen. Das bedeutet dreierlei: Zum einen übertreffen wir die Berliner Bildungsstandards. Zum zweiten bieten wir eine exzellente, kompromisslose jüdische Bildung. Zum dritten – und das ist das Wichtigste – glauben wir daran, daß eine Begeisterung für das Entdecken, Denken, Schreiben und Lesen von eminenter Bedeutung ist. Dies alles bringt unsere Kinder in eine ausgezeichnete Ausgangsposition, ganz gleich, wie religiös sie sind und was ihr Hintergrund ist.