Regionale Zentren

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Malka ist siebzehn Jahre alt und lebt mit ihren Eltern in einer Hochhaussiedlung in Schwerin, seit die Familie 2002 Weißrussland verlassen hat. Malka ist eine fleißige Schülerin, findet aber noch immer Zeit, sich mit ihren Freunden zu treffen, den wenigen übrigen Juden ihrer Stadt.
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Doch Malkas Interesse am Judentum geht weit über das Bedürfnis hinaus, sich mit anderen jungen Juden zu treffen. Und wie beinah alle anderen jüdischen Teenager aus der ehemaligen Sowjetunion, kann sie sich damit nicht an ihre Eltern wenden, denn die haben infolge der kommunistischen Herrschaft selbst fast nichts gelernt.

Darum besteigt Malka jeden Freitag den Nachmittagszug nach Hamburg, geht zu unserem Regionalzentrum, wo sie den Freitagabendgottesdienst mitmacht und ein Schabbatessen mit vorbereitet. Malka bleibt auch den Samstag über, diskutiert den Wochenabschnitt aus der Torah und unterhält sich mit anderen gleichgesinnten jüdischen Jugendlichen aus dem gesamten Norden Deutschlands.

Wenn Malka am Sonntagabend den Zug besteigt, kehrt sie um viele Kenntnisse reicher und mit einer vertieften Bindung an ihre Religion und noch enthusiastischer nach Hause zurück als zuvor. Später in der Woche wird sie ihr Wissen und ihren Enthusiasmus mit anderen, weniger involvierten Freunden teilen.

So geschieht es Woche für Woche mit Dutzenden von Malkas Altersgenossen. Es zieht sie nach Hamburg zu unserem Regionalzentrum, aus Rostock, Lübeck, Bremen und Hannover. Und sie strömen aus Chemnitz, Dresden, Erfurt und Jena zu unserem Leipziger Zentrum. Dann kehren sie nach Hause zurück und tragen in sich ein stetig wachsendes Engagement dafür, jüdisches Leben in Deutschland weiter mit aufzubauen.