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Goscha wurde in Usbekistan geboren. Als er 2002 die Erlaubnis erhielt, nach Deutschland auszuwandern, fand sich ein dreizehnjähriger Goscha mit seinen Eltern und Großeltern in Kiel, in Norddeutschland, wieder. Kiel hatte zwar eine winzige jüdische Gemeinde, aber kein Angebot für junge Juden. Goscha bat seine Eltern, ihn auf eines unserer Wochenendseminare in Hamburg fahren zu lassen. Im nächsten Monat war er wieder da und auch im folgenden.

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Goscha begann sein Judentum ernst zu nehmen. Mit siebzehn Jahren zog Goscha nach Berlin und schrieb sich an unserer Jeschiwa ein. Gleichzeitig besucht er noch die Schule. An manchen Wochenenden bleibt er in Berlin, an anderen wieder geht er nach Leipzig oder Hamburg. Dort bietet er Schabbatwochenenden für andere Jugendliche an, die noch auf ihrem Weg ins Judentum sind.

Nach der Schule wird Goscha weiter an der Jeschiwa studieren und parallel dazu auf die Universität gehen, wie die meisten unserer Studenten. Nach seinem Abschluss wird Goscha ein großer Gewinn sein – als hervorragend ausgebildeter Laie. Genau das, was jüdische Gemeinden in Deutschland und Mitteleuropa so dringend brauchen.

Goscha ist einer von mehr als dreißig jungen Männern, die an unserer Jeschiwa studieren und dort leben. Einige werden zu gebildeten Laien. Aus anderen werden Rabbiner in unserem Ordinationsprogramm. Alle aber werden das jüdische Leben in ihren Gemeinden bereichern, ob in Deutschland oder anderswo.